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Erste-Hilfe und Brandschutz im Betrieb

Die Unfallstatistiken der letzten Jahre zeigen in Deutschland eine leichte Rückläufigkeit an. Und doch: Täglich passieren immer wieder Arbeitsunfälle. Im Ernstfall kommt es oft auf jede Minute an. Daher ist es für jeden Betrieb essenziell wichtig, dafür gerüstet zu sein. Im BERGER Online Shop erhalten Sie alles, was Sie für die betriebliche Erste Hilfe und einen optimalen Brandschutz benötigen:

  • Erste Hilfe Kasten und Koffer und Verbandschränke
  • Krankentragen und Krankenliegen
  • Feuerlöscher: Löschmittel in Pulver, Schaum oder CO2

Ist eine Grundausstattung für die Erste Hilfe ist vorgeschrieben?

Das Arbeitsschutzgesetz, die Arbeitsstättenrichtlinien sowie die Unfallverhütungsvorschriften (DGUV Vorschriften) geben Auskunft über die gesetzlichen Regelungen der Betrieblichen Erste Hilfe. Unternehmen sind verpflichtet, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Gesundheitsgefahren, die arbeitsbedingt entstehen können, zu vermeiden. Kommt es zum Ernstfall und Personen werden verletzt, steht die sachgerechte und unverzügliche Hilfe im Vordergrund. Dafür muss jedes Unternehmen alle erforderlichen Mittel wie Verbandskasten mit erforderlichem Inhalt zur Verfügung stellen.

Welche Grundausstattung wird benötigt?

Die Art des Betriebes und die Zahl der Mitarbeiter bestimmen den Umfang der Grundausstattung mit Erste-Hilfe-Einrichtungen und sonstigen Sachmitteln. Die/der Erste Hilfe Kasten muss dabei den geltenden DIN Normen 13157 bzw. 13169 entsprechen.

Laut geltenden Vorschriften sind im Betrieb die Einrichtungen für die Ersthilfe-Maßnahmen so zu verteilen, dass sie von den ständigen Arbeitsplätzen nicht mehr als 100 m entfernt sind. Weiterhin darf die maximale Entfernung nicht mehr als eine Geschosshöhe betragen.

Es ist zwingend notwendig, das Material so aufzubewahren, dass der Inhalt vor schädigenden Einflüssen wie

  • Verschmutzung,
  • Hitze oder
  • Nässe

Besondere Gefährdungen

Es ist nicht allein mit der Grundausstattung für die medizinische Erstversorgung getan. Stolperfallen oder ein Umgang mit Gefahrstoffen sind nur zwei Dinge, die an einem Arbeitsplatz besondere Risiken bergen. Um sie zu erkennen und im Idealfall zu vermeiden, muss sich jedes Unternehmen einer Gefährdungsbeurteilung nach der DGUV Vorschrift 1, § 3 unterziehen.

Zusätzlich zur Grundausstattung kann es auf dieser Grundlage basierend erforderlich sein, das Material für die Erste Hilfe durch weitere Ausrüstungen zu ergänzen. Klassische Beispiele wären Augenspülstationen oder Mittel, die bei Verbrühungen oder Verbrennungen zur Erstbehandlung eingesetzt werden. Weiterhin gibt die Gefährdungsbeurteilung Auskunft, ob Mitarbeiter eine persönliche Schutzausrüstung, zum Beispiel Gehörschutz oder Atemmasken benötigen.

Betriebliche Ersthelfer – wie viele sind nötig?

Ist im Notfall ein Erste Hilfe Kasten oder Koffer schnell zur Hand, ist das prima. Damit er im Ernstfall auch wirklich hilfreich ist, braucht es einen Menschen, der die Erste-Hilfe-Maßnahmen beherrscht. Wie viele betriebliche Ersthelfer benötigen Sie für Ihr Unternehmen? Darüber gibt die DGUV Vorschrift 1 § 26 Auskunft:

Ein betrieblicher Ersthelfer ist bei zwei bis 20 anwesenden Versicherten erforderlich. Ab 21 anwesenden Versicherten bestimmt die Art des Betriebes die genaue Ersthelfer-Anzahl:

  • 5 Prozent in Verwaltungs- und Handelsbetrieben
  • 10 Prozent in sonstigen Betrieben
  • ein betrieblicher Ersthelfer je Kindergruppe in Kindertageseinrichtungen
  • 10 Prozent der Versicherten in Hochschulen

Erste Hilfe im Betrieb organisieren

Damit im Ernstfall alles reibungslos läuft, ist im Vorfeld eine gute Organisation notwendig. Medizinische, organisatorische und betreuende Maßnahmen an verletzten Personen wollen gut geplant und vorbereitet sein.

Daran sollten Sie denken

Damit im Ernstfall zielgerichtet die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden, muss der Unternehmer folgendes unter Mitwirkung der Beschäftigten sicherstellen:

  • Steht das benötigte Material, zum Beispiel Erste Hilfe Kasten oder Koffer, Rettungsdecke, Krankentrage, griffbereit vor Ort zur Verfügung?
  • Stellen Sie sicher, dass verbrauchte Materialien zum Beispiel im Verbandschrank unverzüglich wieder aufgefüllt werden. Ist gewährleistet, dass die Materialien bei Ablauf des Verfallsdatums oder bei Unbrauchbarkeit umgehend entsorgt und ersetzt werden? Denken Sie auch an die Wartung der verschiedenen Geräte.
  • Befindet sich der Notfall Koffer oder der nächste Verbandskasten an gut einsehbaren und zugänglichen Stellen?
  • Werden die erforderlichen medizinischen Geräte gemäß Gefährdungsbeurteilung (§§ 5, 6, ArBSchG) zum Beispiel Beatmungsgerät oder automatisierter externer Defibrillator bereitgestellt?
  • Gibt es im Betrieb ausreichend aus- oder fortgebildete Ersthelfer?

Brandschutz – maximale Sicherheit im Betrieb

Hilfe, es brennt! Stellen Sie sich vor, Sie möchten das Feuer löschen, aber wo ist der nächste Feuerlöscher? Im Idealfall leiten Sie die Brandschutzzeichen zu der Stelle, an der sich Löscheinrichtungen, tragbare Feuerlöscher und Löschdecken befinden. Ihre Kollegen und Mitarbeiter folgen dem Notausgangsschild. Schnell und sicher gelangen sie so ins Freie.

Im Idealfall wissen Sie, was genau brennt und wie Sie den Brand am besten bekämpfen. Die empfohlenen Brandschutzmittel unterscheiden sich in Abhängigkeit der Materialbeschaffenheit der Brandquelle. Welche Löschmittel kommen für Ihr Unternehmen infrage? Dazu ist es wichtig, die für Sie relevanten Brandklassen und die geltenden Vorschriften zu kennen.

Welche Brandklassen gibt es?

Insgesamt unterscheidet man beim Brandschutz zwischen den fünf Brandklassen A bis D und F.

  • A: Überwiegende Löschmittel: Wasser-Feuerlöscher, Schaumlöscher, Gel, ABC-Pulver. Brände fester Stoffe wie Holz, Kohle, Papier, einige Kunststoffe und Textilien, die unter Glutbildung verbrennen. Unter diese Klassifizierung fallen außerdem tragbare Kleinlöschgeräte wie Löschdecken oder Feuerpatschen.
  • B: Geraten Flüssigkeiten oder Stoffe, die bei Hitze flüssig werden in Brand, werden sie mit ABC-Pulver, BC-Pulver, Kohlendioxid oder Schaum gelöscht.
  • C: Brennen Gase wie Wasserstoff, Butan oder Ähnliches, eignen sich ABC-Pulver und BC-Pulver. Um mit Kohlenstoffdioxid zu löschen ist am Gerät eine Gasstrahldüse erforderlich.
  • D: Brennende Metalle erfordern spezielle Brandbekämpfungsmittel. Versuchen Sie niemals, Metallbrände mit herkömmlichem Wasser zu löschen. Metallbrandpulver oder sogenanntes D-Pulver sind hier die richtige Wahl. Haben Sie es nicht zur Hand, können herkömmlicher Sand, Streusalz oder Späne aus Gusseisen helfen.
  • F: Brände von Fetten oder Speiseölen erfordern extra Mittel, um sie zu löschen. Sie bestehen üblicherweise aus einer Art Schaum. Wichtig: Niemals mit Wasser löschen!

Schaum- oder Pulverlöscher?

Mit einem ABC Pulverlöscher können Sie Brände der ersten drei Klassen bekämpfen. Daher wird diese Art der Feuerlöscher auch gerne für den Brandschutz in Privathaushalten verwendet. Sie zeichnen sich durch eine schnelle Löschwirkung und eine hohe Löschleistung aus.

Wird mit ABC-Pulver gelöscht, trifft es nicht nur den eigentlichen Brandherd, der Inhalt der Feuerlöscher verteilt sich großzügig in der Umgebung. Unter Umständen verursacht das einen höheren Schaden als der Brand selbst.

Löschschaum eignet sich für die Brandklasse A und B. Im Ernstfall bringen Sie ihn gezielt auf den Brandherd auf. Gegenüber Pulver besitzen Schaumlöscher eine geringere Löschleistung. Allerdings ziehen sie die Umgebung weniger in Mitleidenschaft.

Leistungsstarker Brandschutz für mehr Sicherheit

Ein Brandereignis gefährdet durchaus die Existenz Ihres Unternehmens. Neben den Schäden und Verlusten, die durch den Brand entstehen, kann ein derartiges Ereignis Misstrauen in die Sicherheit bei Mitarbeitern und Investoren hervorrufen und das Markenimage schädigen. Wirken Sie mit einer effektiven Brandschutzstrategie diesen Risiken entgegen. Neben der Auswahl und der regelmäßigen Wartung der Feuerlöscher und Rauchmelder darf natürlich die richtige Lagerung der Brandschutzmittel nicht fehlen. Tragbare Wasser-Feuerlöscher, Dauerdrucklöscher oder Schaumlöscher finden ebenso wie Löschdecken in langlebigen und witterungsbeständigen Aufputz Schränken ein sicheres Unterkommen. Eine klare Orientierung durch Brandschutzschilder und ein griffbereiter Verbandskasten sind ebenfalls unverzichtbar.

Unser Tipp: Frischen Sie Ihr Wissen häufig auf. Sind Sie mit den Sicherheitshinweisen auf Ihren Brandschutzmitteln optimal vertraut, können Sie im Ernstfall schnell und richtig reagieren. Digitale Hilfsmittel sind praktische Helfer, den regelmäßigen Zyklus für die Wartung zu planen und einzuhalten. Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie sehr gerne!